1945. Das Ende des Krieges in Hohenschönhausen. Zeitzeugenberichte. Ein Podcast

1945. Das Ende des Krieges in Hohenschönhausen. Zeitzeugenberichte. Ein Podcast

Gerade in großen Neubaugebieten gibt es ein Bedürfnis, der Geschichte des Ortes nachzugehen. Die Menschen suchen nach Wurzeln des Jetzigen. Hohenschönhausen war bis 1920 ein Dorf im Niederbarnim. Ab 1920 gehörte es – eine Folge des „Groß-Berlin-Gesetzes“ – zu Berlin, blieb aber noch lange Jahre eher ländlich geprägt. Bauern lebten hier, Handwerker, Kleinviehschlachter. Dorf eben. Man kannte sich.
1995 hat das Heimatmuseum Hohenschönhausen eine Broschüre in sehr kleiner Auflage (nur 1500 Exemplare) drucken lassen, in der Zeitzeugenberichte über das Ende des Zweiten Weltkrieges in diesem ehemaligen niederbarnimschen Dorf am Stadtrand von Berlin festgehalten wurden. („1945. Nun hat der Krieg ein Ende. Erinnerungen aus Hohenschönhausen“. Zusammengestellt und eingeleitet von Thomas Friedrich und Monika Hansch. Herausgegebenen vom Bezirksamt Hohenschönhausen von Berlin, Abt. Jugend, Familie und Kultur. 1995).
Da diese wichtige Quelle nicht mal mehr antiquarisch zu beziehen ist, lese ich die Beiträge nach und nach in einem Podcast ein und stelle sie auf diese Weise Interessierten zur Verfügung.
Wir beginnen mit Hermann Wegener, einem alteingesessenen Hohenschönhausener, Jahrgang 1929. Er war am Ende des Krieges 16 Jahre alt.

Im zweiten Beitrag berichtet Horst Kern (Jahrgang 1928), wie es war, als er als 17-Jähriger aus der Gefangenschaft nach Hause kam:
„Vater hatte man erschossen. Mutter hatte sich vergiftet…….“

Beitrag 3: Clemens Napieraj, der Sohn des Friedhofsverwalters.

Beitrag 4: Liesel Jacoby. Sie stammte aus Leipzig und war in der Siedlung Wartenberg mit dem Juden Fritz Jacoby verheiratet. Dort erlebt sie am 1. Mai 1945 „den schönsten ersten Mai meines langen Lebens“.

Clip 5. Hildegard Müller. „Bei uns, gleich hinter dem Haus, standen die Stalinorgeln und schossen ihre Granaten Richtung Friedrichshain“

„Meine beste Freundin wurde von ihrem Vater umgebracht, der sich dann mit seiner Frau das Leben nahm. Er war wohl ein Nazi.“ Ingrid Mattern (geb. 1929) erinnert sich an der Ende des Krieges 1945 in Hohenschönhausen.
Clip 6