Tagesbilanz. Das Projekt wächst schneller als gedacht. Fuer-unsere-Enkel.org


Mittlerweile haben wir von „Fuer-unsere-Enkel.org Gruppen-Seiten in Deutschland, in Österreich und der Schweiz. In Deutschland sind wir bislang mit Seiten in Thüringen, Sachsen, Brandenburg, Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern vertreten.

Jahrelange Facebook-Freundschaften wirken sich aus, weil Vertrauen da ist.  Allein heute kamen zwei neue Gruppen dazu. Eine in der Schweiz und eine für Brandenburg. Innerhalb weniger Minuten waren die Seiten bereit, mit dem networking anzufangen.
Ich hätte nicht gedacht, dass wir so schnell voran kommen würden.
Offenbar gibt es eine Bereitschaft nicht nur von Älteren, sich einzubringen in die weltweite Bewegung, die sich um Lösungen für die größte Herausforderung unseres Jahrhunderts bemüht: den Klimawandel.
Junge Leute verabreden sich ins Rheinland.
Ältere Leute können sie unterstützen.
Wie?
Indem man seinen Laptop nutzt. Seinen e-mail-Verteiler, seine facebook-Seite, seine Beziehungen und Bekanntschaften, sein eigenes Netzwerk.
Was sich abzeichnet: das wird ein Netzwerk von „Menschen guten Willens“.
Parteiübergreifend. Konfessions- und religionsübergreifend.
Verbunden durch das gemeinsame Motiv, etwas beizusteuern für die kommende Generation.
Öffentlichkeitsarbeit zum Beispiel.
Aber auch eigene „Aktionen“: das Gespräch in der Arbeitsgemeinschaft der Senioren beispielsweise. Die Einladung zu einem Forum.
Damit die Älteren nicht nur sitzen und Kaffee trinken.
Viele wollen nämlich mehr.
Sie wollen mit ihrer Lebenserfahrung, mit ihren Netzwerken, Kompetenzen und Ressourcen wahrgenommen und „gebraucht“ werden.
Bei „Fuer-unsere-Enkel.org“ ist nichts wünschenswerter als genau das: Lebenserfahrung, persönliche Netzwerke, Kompetenzen und eigene Ressourcen.
Es hat sich gezeigt, dass beim Aufbau der Landes-Gruppenseiten schon generationsübergreifend gearbeitet wird.
Wunderbar.
Denn es geht um ein Miteinander der Generationen.
In diesem Falle: älter für jünger.
Denn die jungen Leute haben schon genug zu schultern.
Man kann sie unterstützen.
Und mich freut, dass die Resonanz auf dieses Angebot, sich einzubringen, so gut ist.

Für unsere Enkel – Klimaschutz geht alle an. Das Netzwerk für Engagierte.


Was tut man als jemand, der sich auf den Ruhestand vorbereitet? Man gründet ein internationales Netzwerk.
„Für unsere Enkel – Klimaschutz geht alle an“ soll einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Älteren zu Wort melden können. Denn uns sind unsere Kinder und Enkel nicht egal. Sie müssen schließlich in der Welt leben, die wir ihnen hinterlassen.
Deshalb gibt es nun diese Arbeitsgruppe bei facebook, in der sich jeder einbringen kann, der wirklich aktiv etwas dazu beitragen möchte, dass unsere Kinder und Enkel nicht „ausbaden“ müssen, was wir ihnen hinterlassen.
Die Gruppe startet nun. Von Anfang an international. Wir haben Administratoren für den Bereich der UN, für Deutschland und Österreich, für Marokko und Ägypten. Das ermöglicht von Anfang an einen internationalen Informationsgewinn aus „erster Hand“ und hilft bei der Vernetzung.
Wir wollen möglichst in jedem Bundesland einen Administrator haben, der sich um engere Kontakte zu Seniorenverbänden, -gruppen und aktiven Einzelpersonen bemüht, damit ein politisch wirksames Netzwerk entstehen kann.
Parteiübergreifend.
Konfessionsübergreifend.
Uns verbindet – bei allen politischen und weltanschaulichen Unterschieden – eines: die Sorge um die Welt, in der unsere Kinder und Enkel werden leben müssen.
Deshalb mischen wir uns ein.
Jeder, der aktiv daran teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen.

Für Leute ab 50.


1000jährige Eiche in Volkenroda/Thüringen
1000jährige Eiche in Volkenroda/Thüringen

Ab ungefähr 50 Jahren kann man Enkel haben. Deshalb gibt es jetzt eine facebook-Gruppe, die solche Menschen sammelt.
Menschen, die sich für ihre Enkel engagieren wollen.
Mit ihrer Lebenserfahrung, mit ihrer Berufserfahrung, mit ihrem Humor, ihrem Witz, ihrem Wissen.
Mit ihrer Geduld, mit ihrer Zeit, mit ihren Möglichkeiten.

Man darf das wichtige Thema „Klimawandel“ nicht der Politik überlassen oder der „Wirtschaft“ oder den „Gewerkschaften“.
Da sind zu viele Einzelinteressen im Spiel.

Man braucht Gruppen, parteiübergreifend und generationenübergreifend.
Gruppen von Menschen, die sich für ihre Enkel engagieren wollen, weil sie verstanden haben, dass es beim riesigen Thema „Klimawandel“ auf jeden einzelnen Menschen ankommt.
Denn unsere Enkel – wahrscheinlich schon unsere Kinder – werden eine völlig veränderte Welt vorfinden, in der die Ressourcen extrem knapp und die daraus entstandenen Probleme extrem groß geworden sein werden.

Vieles von dieser Entwicklung können wir jetzt schon messen.
Den Anstieg des Meeresspiegels – er geht etwa dreimal so schnell, wie man noch in den neunziger Jahren annahm.
Das Wachsen der Wüsten.
Der Verknappung trinkbaren Wassers.
Die Zunahme regionaler Konflikte.
Immer mehr Flüchtlinge.

All diese Entwicklungen, die von weitsichtigen Forschern schon vor Jahrzehnten publiziert wurden, können wir jetzt bereits in ihren konkreten Auswirkungen sehen. Und wir wissen längst mehr, als wir tun.

Deshalb braucht man ein neues Bündnis zwischen den Generationen.
Aktive, erfahrene, engagierte Menschen ab 50, die vielleicht schon eigene Enkel haben.
Die man nicht erst lange überzeugen muss, sondern die zum Handeln bereit sind.
Jeder mit seinen Möglichkeiten.
Der eine ist Dichter – also wird er Texte beisteuern.
Der andere ist Musiker – also wird er vielleicht ein Lied beisteuern.
Wieder einer ist Journalist – der kann helfen, das Projekt voran zu bringen.
Ein vierter ist vielleicht erfahren im Umgang mit Videos – auch er oder sie kann einen Beitrag leisten.
Maler können malen; Zeichner können zeichnen; Karikaturisten können Karikaturen liefern.
Es gibt beinahe unendliche viele Möglichkeiten des persönlichen Engagements.

Damit das Thema „Klimawandel“ in den Köpfen der Menschen ankommt.
Damit wir die zu sehenden Zusammenhänge auch verstehen.
Damit wir konkret etwas für unsere Enkel tun.

Wer daran mitarbeiten möchte ist eingeladen.
Für Menschen ab ungefähr 50 Jahren, die nicht nur labern, sondern sich verbindlich und engagiert beteiligen wollen.
Kurz: für Menschen, die noch nicht fertig sind mit ihrem Leben.

Und hier geht’s zur Gruppe:

Etwas über alte Menschen in unserer Zeit


Seit ein paar Tagen beschäftige ich mich mit dem „zivilen Afghanistan“, weil die militärischen Bilder, die unser Denken bestimmen, überhand nehmen und uns verwirren. Über die Lage der Kinder habe ich geschrieben.
Heute soll es um alte Menschen gehen.
Google muß helfen. Ich bekomme also nur „vermittelte Informationen“. Direkte Berichte stehen mir nicht zur Verfügung. Dennoch will ich mich annähern und versuchen herauszufinden, was herauszufinden ist.

Ich finde dies: alte Menschen führen in Entwicklungsländern ein „Schattendasein„, wie es CARITAS International formuliert hat.

Zunächst: es gibt keine Rentenversicherung in Afghanistan. Die soziale „Absicherung im Alter“, die wir kennen, ist dort nicht bekannt. Alte gehören wie Kinder zu den Menschen, die am Krieg und an der Not, an der Kälte und am Hunger am meisten zu leiden haben. Soweit mein „Vorwissen“.

In einem Buch, das die Jahre um 1980 beschreibt finde ich diesen Textauszug, der dramatischer kaum sein kann.

Der erste Zeitungsbericht auf den ich stoße, stammt von 2001 aus einem Flüchtlingscamp. Bei 35 Grad minus seien 110 Menschen, „vor allem Kinder und alte Menschen“ erfroren.

Aus dem Jahre 2006 erfahre ich von einer Hungersnot, die nach einer großen Dürre im ganzen Lande herrschte. Wieder waren alte Menschen besonders betroffen.
Im Jahresbericht der CARITAS vom Juni 2010 erfahre ich: „Noch immer herrscht in der Bevölkerung akute Not. Im Entwicklungsindex der Vereinten Nationen nimmt Afghanistan weltweit den vorletzten Rang ein. Die Lebenserwartung beträgt gerade einmal 44 Jahre, und fast drei Viertel der Bevölkerung – unter den Frauen ist der Anteil noch viel größer – sind Analphabeten. …
Ich schließe daraus: besonders die alten Menschen gehören zu den Analphabeten. Und: es gibt relativ wenige alte Menschen. Denn: kaum einer wird älter als 50.

Und die Hilfe erreicht die Menschen oft nur sehr schwer. Vom Sommer 2010 stammt diese Meldung über Hilfslieferungen nach heftigen Regenfällen und folgendem Hochwasser. Alte Menschen leben oft in abgelegenen Bergdörfern und die Hilfe kommt nur schwer dorthin.

Bei meiner heutigen Recherche bin ich auf etliche neue Kontakte gestoßen, habe mails geschrieben, will noch mehr Informationen zusammentragen.

Ich werde hier im blog davon berichten.
Damit sich das Bild in unseren Köpfen ein wenig verändert.
Afghanistan ist ein uraltes Kulturland mit einer überaus bewegten Geschichte.
Es ist weitaus mehr als „Taliban“ und „Krieg“ und „Mohn“. In diesem schönen Land leben Menschen mit einer jahrtausendealten Überlieferung. Man spricht etwa 49 Sprachen im Land. Verschiedene Völkergruppen siedeln dort in jenem Land, von dem wir nur glauben, wir würden es kennen……