Im nächsten Jahr finden in Deutschland zahlreiche Wahlen statt. Es ist sinnvoll, diese Wahlen zu Klima-Wahlen zu machen, so, wie es bei vergangenen Wahlen schon gelungen ist, denn die Weltgemeinschaft hat nicht mehr viel Zeit, die wirklich entscheidenden Schritte zu gehen. KandidatInnen werben um Stimmen der Wählerinnen und Wähler. Die wiederum können (und sollten) denjenigen ihre Stimme geben, die wirklich glaubwürdig, engagiert und überzeugend für einen engagierten Klimaschutz fechten. Wir haben nämlich nicht mehr viel Zeit.
Die kommende Legislaturperiode des Deutschen Bundestages wird maßgeblich sein. Entweder gelingt es, das Ruder der immer noch steigenden CO2-Werte herumzureißen und die Emissionen wirklich drastisch zu reduzieren – oder die letzte politische Chance dafür ist auch vertan. Spätestens seit dem Klima-Gipfel in Paris (2015) ist klar, dass die Weltgemeinschaft höchstens noch 10 – 15 Jahre Zeit hat, um einen unumkehrbaren Pfad zu NULL-CO2-Emissionen um die Jahrhundertmitte einzuschlagen – also in schon 30 Jahren!
Wählerinnen und Wähler können sich auf ein solches Wahljahr ganz in Ruhe vorbereiten. Zum Beispiel dadurch, dass sie mit Hilfe der sozialen Medien die maßgeblichen Informationen zum Thema Klimaschutz zusammenfassen. Plattformen wie Twitter und facebook geben dazu ein gut geeignetes Werkzeug an die Hand: Listen. Man richtet sozusagen einen „Filter“ ein, der den „Nachrichtenstrom“ auf die Informationen durchfiltert, die wirklich für das Thema wichtig sind. Auf diese Weise vernetzt man sich mit Redaktionen, mit Forschungseinrichtungen, mit einzelnen Forschern; aber auch mit politischen Gremien, mit Parteien etc.
Ich habe mir nun für die kommenden Monate bei Twitter eine Liste der maßgeblichen accounts zum Thema Klimaschutz angelegt, die ich hier gerne zur Verfügung stelle und die ich ständig überprüfe, aktualisiere, schärfe. Sie enthält vor allem die accounts von Forschungseinrichtungen, aber auch von Initiativen, Verbänden, Parteien; von Forschungs- und Politikzusammenschlüssen (beispielsweise das Council der Länder, die Anrainer im „Hohen Norden“ sind).
Solche Listen haben den Charme, dass man mit schnellem, kurzem Blick erfährt, was beispielsweise im Hohen Norden diskutiert wird; was maßgebliche Forschungsinstitute sagen; wie sich Parteien „positionieren“.
Man kann mit Hilfe solcher Listen erstklassige Informationen zusammentragen, um sich selbst ein gut begründetes Urteil darüber zu bilden, wie überzeugend die politischen Angebote sind, die uns dann im kommenden Jahr präsentiert werden.
Solche Listen geben ebenfalls eine gute Möglichkeit, verlässliche Informationen im deutschsprachigen Raum weiter zu geben, die nicht in anderen tagesaktuellen Medien vorkommen.
„Teile und herrsche“ – ein alter Satz, der in Zeiten von social Meedia neue Bedeutung gewinnt.
Wahlen können nur dann zu überzeugenden Ergebnissen führen, wenn die Wählerinnen und Wähler bestens und umfassend informiert sind und sich ein gut begründetes Urteil bilden können.
Dafür ist jetzt Zeit.

Ein Gedanke zu “Wahlvorbereitung 2021: Listen anlegen

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