Albert Schaefer-Ast. Wuppertal. Berlin. Prerow. Weimar. 1890-1951

Es ist für mich immer ein sehr schöner Moment, wenn wieder ein Buch fertig geworden ist. Ein Weg ist gegangen worden von der Idee, einer Anregung, einer ersten Überlegung an bis hin zum Manuskript und dann – der mühsamste Teil der ganzen Sache – bis zum Korrekturlesen, Anmerkungen prüfen, Literaturverzeichnisse anlegen und so weiter und so weiter. Dann der erste pdf-Probedruck, dann der gebundene Probedruck und schließlich die „Freigabe“. Zwar stellt sich immer mehr Routine ein, aber so eine Sache dauert halt dennoch. Diesmal ging es zügig voran, diesmal kam keine Seuche dazwischen, wie es bei Corona und der Studie über Hans Beu der Fall war. Diesmal konnte ich „hintereinanderweg“ am Projekt arbeiten. Im Oktober war da die Anregung – jetzt, im Januar, ist das Buch fertig. Viele neue Kontakte sind entstanden; Etliches hat sich in Archiven auffinden lassen und nun möge das Buch seinen eigentlichen Zweck erfüllen, nämlich diejenigen unterstützen, die in Prerow auf dem Darss im ehemaligen kleinen Haus von Albert Schaefer-Ast ein Museum einrichten wollen. Ich finde das sehr sinnvoll, weil sich Schaefers Biografie sehr gut eignet, auch die Widersprüchlichkeiten und Spannungen der Zeit zwischen 1890 und 1951 darzustellen, in die dieses Leben eingebettet war und die es auch widerspiegelt hat. Bei jedem Buchprojekt erschließen sich neue „Gegenden“, das macht das Schreiben so spannend. Durch die Recherche bin ich neu auf die Quäker gestoßen, auf die „Kindertransporte“ von Berlin und Wien nach London, auf ein Fluchtzentrum für solche „Fluchtkinder“ in Schottland, das kaum jemand kennt. Neue Kontakte nach London und Glasgow sind entstanden. So ein Buchprojekt hat viele „Folgen“ auch für denjenigen, der so ein Buch anfertigt.

Heute nun habe ich es freigeschaltet, es wird – wie alle meine neueren Arbeiten – im print-on-demand-Verfahren produziert, um Lagerkapazität zu sparen. Man bekommt es ab kommender Woche überall im Buchhandel unter ISBN 978 381 8777234. Im shop bekommt man es wohl schon ab morgen (19.1.2025). Produziert wird nur, was bestellt wird. Das spart Papier und Energie, ein sehr sinnvolles Verfahren, das ich nun schon viele Jahre nutze.

Wenn ein Buch fertig ist, heißt es: Abschied nehmen, denn nun nimmt die Sache einen völlig eigenen Lauf, wie mir meine anderen Buchprojekte eigentlich alle gezeigt haben. Ich bin gespannt, auf das, was sich da entwickeln wird.

Unterdessen habe ich mich schon ans Folgeprojekt gesetzt und recherchiere. Diesmal in London und in Glasgow. Denn dorthin führt uns die Spur von Susanne Schaefer…..

2 Gedanken zu “Albert Schaefer-Ast. Wuppertal. Berlin. Prerow. Weimar. 1890-1951

  1. Großartig lieber Herr Kasparick, ich freue mich sehr auf Ihr Buch !!Und seit Freitag gibt es den neuen Darßer mit mein

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